Gezielt gesetzte Noten, Sprenkel, Hinweise zum Umgang damit.

Der Leerstand als tragische Geschichte mit Anspruch auf ein happy end
Fragen werden aufgeworfen.
Warum ist ein Raum leer? Jeder Raum, ob innen oder außen wurde von Menschen erbaut, um genutzt zu werden.

Was passiert, wenn dieser verwaist und ungenutzt existiert?
Alterung
Ruhe, Auflösung, nur mehr die Erinnerung an das Frühere bleibt…
Andere Lebewesen nehmen den Raum in Beschlag
Der Staub legt sich langsam nieder auf den Oberflächen, die einst jeden Tag beschritten und berührt wurden, gereinigt und verwendet.
Diese Flächen waren einsehbar und womöglich erhellt von Licht, Geräuschen und Gesprächen.
Sie gehörten zum Inventar einer Stadt, eines Ortes, einer Gemeinde, jedenfalls an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten.
Jetzt gibt es nur mehr Gerede und Geschichte, Neugier und offene Fragen.
Manchmal dauert es nicht lange und ein Schwung neuer Ideen, Mut und Hoffnung halten Einzug in die Leere. Ein frischer Wind, der antreibt und die Botschaft durch die offenen Schaufenster nach Außen trägt.
Doch immer häufiger steht die Luft still und die Türen öffnen sich nicht, die Ideen bleiben aus und der Stillstand verbreitet sich – wie eine kleine Flamme, die zum lodernden Feuer wird und auf die Nachbargebäude übergreift einen ganzen Ort zum Stillstand bringt.
Wenn man diese Räume betretet spürt man oft noch Spuren der Vergangenheit, des Aufbruchs, des Alters und des Verlustes.
Doch gleichzeitig zieht uns dieser Verfall und die Vorstellung des Vergangenen magisch an. Ein Widerspruch in sich – wie ein Magnet, der einen abstößt und gleichzeitig so eine Anziehungskraft auslöst.
Der Wandel ist allgegenwertig und greifbar nahe! Dieser Anlass muss genutzt werden, damit Entwicklung stattfindet und gleichzeitig der Respekt vor dem Vergangenen erblüht.
Oft sind nur wenige Eingriffe notwendig, um einem Raum seine Bestimmung zu geben.

Leere öffentliche Räume bieten eine Leinwand für kreative Ausdrucksformen wie Kunstinstallationen, Graffiti oder temporäre Ausstellungen. Dies kann das kulturelle Leben bereichern und die Identität eines Viertels stärken.
In urbanen Umgebungen kann Leere als Rückzugsort dienen, der Ruhe und Erholung ermöglicht. Solche Räume bieten eine Pause von der Hektik des Stadtlebens und verbessern das Wohlbefinden der Bewohner.
Leere Räume bieten die Möglichkeit, soziale Interaktionen zu fördern und verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammenzubringen. Sie können als inklusive Orte gestaltet werden, die Begegnungen und Gemeinschaftsbildung erleichtern.
in künstlerischem Zusammenhang:
Leerer Raum in der Kunst lässt den Betrachtern Freiraum für eigene Interpretationen und persönliche Imaginationen. Er schafft eine offene Fläche, die die Vorstellungskraft anregt und zur Reflexion einlädt.
horror vacui
der Zustand der Leere wird tendenziell mit etwas Negativem assoziiert. Das Fehlen von etwas, das den Drang hervorruft, den Mangel an etwas zu ersetzen, aufzufüllen, die Lücke zu schließen. Es wird als Bedrohung wahrgenommen, wenn sich ein Nichts auftut.
Kulturen und Philosophien, die die Leere zelebrieren, sehen sie oft nicht als „nichts“, sondern als einen Raum voller Potenzial. Sie lehrt uns, das Unbekannte zu akzeptieren, in der Stille zu verweilen und uns mit etwas Größerem zu verbinden – sei es der Natur, dem Universum oder unserem eigenen Inneren.

Gleichzeitig ist in unserer westlichen Welt der Überfluss an vielen Dingen allgegenwärtig. Informationen, Bilder, Geräusche, Gerüche, Möglichkeiten, Konsumgüter etc. rauschen nur noch so an einem vorbei, das Filtern wird zu einer neuen Notwendigkeit, um entspannt bleiben zu können.








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